Arbeitsgruppen

Die inhaltliche Arbeit von Doctors for Choice Germany e.V. ist teilweise in Arbeitsgruppen organisiert. Hier stellen wir unsere aktuellen Arbeitsgruppen vor. Wenn Sie Fragen zu der Arbeit einzelnen Arbeitsgruppen haben, mitarbeiten oder kooperieren wollen, nehmen Sie gerne Kontakt mit den Ansprechpartner*innen auf.

In Deutschland gibt es bisher keine strukturierten Weiterbildungsmöglichkeiten und wenige Fortbildungen im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs. 
Die AG Fortbildung will dem ganz konkret etwas entgegensetzen und hat deshalb die Doctors for Choice Fortbildungsakademie ins Leben gerufen. Bisher gibt es 4 Fortbildungen zum Thema Schwangerschaftsabbruch – komplett online und auf Spendenbasis. Weitere Fortbildungen sind in Planung.
Außerdem können Forschungsvorhaben zum Thema Schwangerschaftsabbruch mit inhaltlicher Hilfe und einem Anschubstipendium gefördert werden.

Ansprechpartner*in: Dr. Alicia Baier und Dr. Jana Maeffert
Kontakt: fortbildung@doctorsforchoice.de

 In Kooperation mit dem Arbeitskreis Frauengesundheit e.V. (AKF) arbeitet diese AG daran, die medizinischen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs in der gynäkologischen Weiterbildungsordnung zu verankern. Außerdem möchten wir sinnvolle Weiterbildungsmodelle erarbeiten, welche Weiterbildungsassistent*innen unterschiedlicher Fachrichtungen das praktische Erlernen von Schwangerschaftsabbrüchen während ihrer Weiterbildung ermöglichen. Dazu sind wir in Kontakt mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Gebursthilfe (DGGG) und den Bundes- und Landesärztekammern.
Wir möchten zudem an der geplanten Leitlinie zum Schwangerschaftsabbruch mitarbeiten. 

Gemeinsam mit dem AKF haben wir diese Stellungnahme zur Weiterbildungsordnung verfasst.

Ansprechpartner*in: Dr. Alicia Baier, Dr. Jana Maeffert
Kontakt: fortbildung@doctorsforchoice.de

Die Erfahrungen Großbritanniens mit dem telemedizinischen Abbruch zeigen, dass diese Methode sicher ist und eine hohe Patient*innenzufriedenheit aufweist. Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, wie der Abbruch zuhause auch in Deutschland umgesetzt werden kann.

Mehr Informationen in in dieser Stellungnahme und auf der Webseite schwangerschaftsabbruch-zuhause.de

Vernetzung ist ganz besonders wichtig, wenn es um einen Gesundheitsbereich geht, der nicht selbstverständlicherweise flächendeckend von der Gynäkologie abgedeckt wird. Wir möchten deshalb praktizierende Ärzt*innen und Studierende zusammenführen. Eine „Nachwuchsbörse“ soll es ermöglichen, einfacher Ansprechpartner*innen, Nachfolger*innen und Weiterbildungen zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu finden – egal ob Sie eine*n Nachfolger*in für Ihre Praxis, der*die auch Abbrüche durchführt, suchen oder als Medizinstudierende im Rahmen einer Famulatur oder PJ den Eingriff aus der Nähe sehen wollen. 
Die Gruppe erarbeitet gerade Möglichkeiten, eine solche Nachwuchsbörse zu realisieren. Eine Zusammenarbeit mit der AG Weiterbildung wird angestrebt.

Ansprechpartner*in
Kontakt: nachwuchs@doctorsforchoice.de

Die AG Corona und Abbruch befasst sich mit den Folgen der Pandemie für ungewollt Schwangere. Zu Beginn der 1. Welle haben wir eine Presserklärung mit AKF und pro familia veröffentlicht, die Forderungen enthielt, den Schwangerschaftsabbruch sicherzustellen und die Beratung online zu ermöglichen sowie einen offenen Brief an alle Ärzt*innen der Liste auf „abtreibung.at“ den Weg gebracht.
Eine intensive Diskussion über den Homeuse wurde geführt. Weitere Themen sind der interne Austausch über akute Versorgungslücken, Kostenübernahmeerklärung sowie internationale Informationen zur Corona-Pandemie und dem Schwangerschaftsabbruch.
Mit dem 2. Lockdown ist mit einer erneuten Verschlechterung der Versorgungslage zu rechnen, das wollen wir beobachten und ggf. reagieren.

Ansprechpartner*in: Christiane von Rauch

Zum Schwangerschaftsabbruch kursieren auch heute noch viele Mythen, Vorurteile und großes Halbwissen. Dies kommt davon, dass es kaum im Schulunterricht (im Rahmen der Sexualaufklärung beispielsweise), öffentlichen Diskursen oder popkulturellen Medien besprochen wird und auch in der medizinischen Ausbildung oft zu kurz kommt. Wenn der gesellschaftliche Diskurs doch angeregt wird, ist er selten faktenbasiert und gesundheitsorientiert, sondern oft durch Abtreibungsgegner*innen geprägt, emotional aufgeheizt, moralisch-religiös überladen und/oder unsachlich wahr. Dadurch werden Vorurteile und Ängste immer weiter genährt und Betroffene stigmatisiert. Der Blick auf die Gesundheit und die Lebensumstände der ungewollt Schwangeren geht dabei oft verloren.

Die AG Enttabuisierung hat sich deshalb mit anderen Aktivist*innen zur Initiative “Mehr als du denkst“ zusammengeschlossen und eine Online-Kampagne gestartet, die genau an diesem Punkt ansetzen soll. Mit gut recherchierten Fakten, einfachen Erklärungen und einem ansprechenden Design wollen wir den gesellschaftlichen Diskurs mitprägen und bereichern. Wir wollen Mythen und Vorurteile direkt benennen, verschwiegene Tatsachen aufdecken, über aktuelle Missstände aufklären, um damit auf das vorhandene Halbwissen aufmerksam zu machen. Wir wollen eine Plattform bieten, auf der sich sachlich und unvoreingenommen über das Thema ausgetauscht werden kann und den Schwangerschaftsabbruch damit entstigmatisieren.

Ansprechpartner*in: Sarah Illersperger
Kontakt: info@mehralsdudenkst.org
Webseite: www.mehralsdudenkst.org
 

Die Abteilung für gynäkologische Endokrinologie der Charité wurde 2014 geschlossen. Im Vorfeld schloss man bereits 2008 die Abteilung für Reproduktionsmedizin. Diesen Trend beobachten wir nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit. 
In Einrichtungen der gynäkologischen Endokrinologie forschen und lehren allerdings Wissenschaftler*Innen zu Zusammenhängen der Sexualhormone der Frau und ihren Einfluss auf die unterschiedlichsten Körpersysteme. Durch die Abwesenheit des Faches wird beispielsweise Verhütung nicht mehr gelehrt und bessere und alternative Verhütungsmethoden nicht mehr beforscht. Dies führt dazu, dass in den letzten 20 Jahren die Verhütung für Frauen nicht besser geworden sind. Insbesondere sind Technologien, die in der Medizin seitdem Einfluss gewonnen haben (z.B. digitale Technologien), Frauen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Dazu bedarf es innovativer Ansätze und Technologietransfers, die in der Gynäkologie nicht angekommen sind.
Ziel der AG ist es, diese Abteilungen wieder in die Lehre und Forschung einzugliedern. Daran möchten wir gerne mit weiteren Personen und Gruppierungen zusammenarbeiten.

Ansprechpartner*in: Paula Kurz und Dr. Gabriele Halder
Kontakt: endokrinologie@doctorsforchoice.de

Die AG Kommunikation ist verantwortlich für die Konzeption, Koordinierung und Optimierung unseres Auftretens im Internet und der allgemeinen Öffentlichkeit (z.B. Homepage, Soziale Medien).

Kontakt: digital@doctorsforchoice.de 

Die AG zielt auf eine intersektionale Betrachtung und Diskussion der Dimensionen von reproduktiver Selbstbestimmung sowie Gleichberechtigung. Dafür möchte sie sich in andere Arbeitsgemeinschaften einbringen, mit anderen Akteuren vernetzen sowie Vorträge und Diskussionen innerhalb des Vereins anstoßen und planen.

Ansprechpartner*in: Taleo Stüwe
Kontakt: repro-gerechtigkeit@doctorsforchoice.de

Das Legal Team dient als Ort der inhaltlichen Auseinandersetzung und Recherche zu rechtlichen Fragestellungen rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch und reproduktive Rechte. Ziel ist es, die Grundlage für eine Positionierung des Vereins zur rechtlichen Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen und anderen Problematiken im Bereich reproduktive Rechte zu schaffen.
Die Mitglieder des Legal Teams sind zudem Ansprechpersonen für die Vereinsmitglieder in Rechtsfragen, organisieren auf Wunsch interne Inputs und Vorträge. Die Teammitglieder sind daher hauptsächliche Jurist*innen, die Zusammenarbeit mit Personen anderer Professionen ist jedoch erwünscht.

Ansprechpartner*in: Paulien Schmid 
Kontakt: legalteam@doctorsforchoice.de

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